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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Hans Preuer am 16. Januar 2008, 20:55:38
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Hallo,
Da ich heuer mit einer größeren Anlage beginnen möchte, habe ich mir jetzt einmal eine kleine Testanlage (3,20 m x 1,20 m) zusammengebaut. Die Weichen habe ich schon alles verdrahtet und die funktionieren schon super mit WinDigipet (inkl. Weichenstellungsrückmeldung). Jetzt baue ich gerade an meinen Rückmeldungen. Ich habe schon viel im Internet gesurft und fast überall den Rat gelesen, den Digitalstrom als Ringleitung zu machen und alle 1m - 1,20m eine Einspeisung vorzunehmen. Da ich ja jetzt überall Gleisbesetzmelder an den Rückmeldemodulen (Teilweise Lenz LR101 + LB100 + LB50 und teilweise Littfinsky) angeschlossen habe, erhalten die Gleise den Digitalstrom doch über die Gleisbesetzmelder? Das heißt, ich brauche eigentlich keine "direkte" Einspeisung ins Gleissystem mehr, da der Digitalstrom ja eh sozusagen alle 30cm über einen Besetzmelder auf diesen isolierten Abschnitt kommt? Oder habe ich da wo einen Gedankenfehler?
Die Gleisbesetztmelder kann ich hier im DCC System entweder auf einer Schienenseite anschließen, oder auf beiden. Hat der Beidseitige Anschluss irgend einen Vorteil? Da habe ich ja dann doppelt soviel Kabel, auf die eventuell Störungen einfließen können, etc. Wenn ich sie auf einer Schienenseite anschließe brauche ich halt auf der 2. dann diese Einspeisungen alle 1,20 m. Oder wie sollte ich es machen um möglichst "guten Digitalstrom" überall zu haben.
Danke für Eure Meinungen.
Hans
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Hallo Hans,
Da habe ich ja dann doppelt soviel Kabel, auf die eventuell Störungen einfließen können, etc.
Grundsätzlich sollten Sie bei Verwendung symmetrischer Booster wie beim Lenz System die Verbindungen zwischen den einspeisenden Belegtmeldern als paarweise verdrillte Leitungen verlegen. Dieses verhindert Einstreuungen in andere parallel laufende Leitungen (z.B. die Rückmeldeleitungen) . Störungen werden dadurch verhindert.
Wenn ich sie auf einer Schienenseite anschließe brauche ich halt auf der 2. dann diese Einspeisungen alle 1,20 m.
Hat der Beidseitige Anschluss irgend einen Vorteil?
Widerstände in der Zuleitung entstehen am ehesten bei den Schraubklemmen, wenn das Kabel nicht ordentlich festsitzt und an den Schienenverbindern. Bei neuwertigen stramm sitzenden Schienenverbindern bleibt der Widerstand eher gering. Bei Verbindern die nicht (mehr) stramm sitzen kann (meist erst später) in der Summe schon ein nennenswerter oder gar störender Widerstand entstehen.
Bei unserer Vereinsanlage (10*8 m) wurde ursprünglich nur eine Leitung vom Belegtmelder ans Gleis gelegt. Das führte aber zu Problemen, die nur durch teilweisen nachträglichen Anschluss der zweiten Seite an die entsprechenden Klemmen des Belegtmelders zu beheben waren.
Aus heutiger Sicht würde ich meinen, alle 3 Meter eine Einspeisung auch in die zweite Seite, das reicht vollkommen. Schaden tut eine überflüssige Einspeisung nicht.
Das mit der Ringleitung bitte nicht wörtlich nehmen. Das meint eine durchgängige Leitung am Anlagenrand von Belegtmelder zu Belegtmelder, die aber nicht wirklich zu einem Ring geschlossen werden sollte.
Viele Grüße
Frank
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Hallo Hans,
Da ich ja jetzt überall Gleisbesetzmelder an den Rückmeldemodulen (Teilweise Lenz LR101 + LB100 + LB50 und teilweise Littfinsky) angeschlossen habe, erhalten die Gleise den Digitalstrom doch über die Gleisbesetzmelder? Das heißt, ich brauche eigentlich keine "direkte" Einspeisung ins Gleissystem mehr, da der Digitalstrom ja eh sozusagen alle 30cm über einen Besetzmelder auf diesen isolierten Abschnitt kommt? Oder habe ich da wo einen Gedankenfehler?
Nein! Die Sache mit den vielgepriesenen Ringleitungen kommt von den Pukogleisen. Da ist es durchaus sinnvoll, alle 1 - 2 m die Pukos und eine Seite der Schienen an je eine Ringleitung an zu schliessen. Die zweite Schiene wird dann für die Rückmeldung verwendet, hat aber nicht's mit der Stromversorgung zu tun.
Wir 2-Leiterfahrer speisen eine Schiene (die mit den Trennstellen) immer über Gleisbesetzmelder (GBM), unabhängig vom System (DCC, MM, SX). Darum sollten diese Versorgungskabel auch einen entsprechenden Querschnitt haben. Bei mir gehen von den Boostern 2,5mm2 Litzenkabel (Lautsprecherkabel) von den zentral angeordneten Boostern bis an einen Verteilpunkt in der Nähe der anzuschliessenden Gleise. Von da aus geht dann eine Litze zum ersten GBM und von diesem aus zu den weiteren GBMs. An diesen werden dann die Meldestrecken angeschlossen. Die zweite Litze führe ich dann mit Stichleitungen zur nicht getrennten Schiene parallel zum Gleis. Die längste Leitung vom Booster bis zum Schienenanschluss hat eine Länge von über 13 m'. Ringleitungen habe ich jedoch nicht, brauche ich auch nicht - und trotzdem läuft alles hervorragend.
Ich hoffe, ich habe es einigermassen verständlich formuliert (was gar nicht so einfach ist ;)).
mit freundlichen Grüssen
Gian
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Hallo, eine Übersicht habe ich unter http://www.opendcc.de/modell/Verdrahtung/wiring.html abgelegt.
mfg Wolfgang Kufer
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Hallo Wolfgang,
Hallo, eine Übersicht habe ich unter http://www.opendcc.de/modell/Verdrahtung/wiring.html abgelegt.
Danke für den Link. Vor allem den Widerstandsrechner finde ich sehr interessant.
mit freundlichen Grüssen
Gian
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Hallo,
Danke an alle "Rückmelder". Anscheinend ist das Windigipet Forum optimal verdrahtet! Ich hoffe, das bei meiner Modellbahn dann auch so gut hinzukriegen. Jedenfalls ist mir jetzt schon vieles noch klarer geworden!
Schöne Grüße
Hans
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Hallo Gian,
Hallo Wolfgang,
Hallo, eine Übersicht habe ich unter http://www.opendcc.de/modell/Verdrahtung/wiring.html abgelegt.
Danke für den Link. Vor allem den Widerstandsrechner finde ich sehr interessant.
mit freundlichen Grüssen
Gian
der ist gut und hilfreich.
Vielleicht liest Karl B. dies, er hat schon gute kleine Progi's, LED-Widerstandsrechner, etc. , geschrieben hat und er macht vielleicht für uns auch so einen Rechner.
Gruß aus Berlin
Hans
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Hallo Hans,
Vielleicht liest Karl B. dies, er hat schon gute kleine Progi's, LED-Widerstandsrechner, etc. , geschrieben hat und er macht vielleicht für uns auch so einen Rechner.
Ich habe für mich privat den Quelltext (JavaScript) des Widerstandrechners "geklaut" und im HTM-Format abgespeichert. Diese Datei lässt sich mit dem IE oder Firefox Browser starten und nutzen, ohne dass man auf die WebSite gehen muss. Das ist natürlich nur für den reinen, eigenen Privatgebrauch zulässig und funktioniert problemlos.
mit freundlichen Grüssen
Gian
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Hallo Gian,
Hallo Hans,
Vielleicht liest Karl B. dies, er hat schon gute kleine Progi's, LED-Widerstandsrechner, etc. , geschrieben hat und er macht vielleicht für uns auch so einen Rechner.
Ich habe für mich privat den Quelltext (JavaScript) des Widerstandrechners "geklaut" und im HTM-Format abgespeichert. Diese Datei lässt sich mit dem IE oder Firefox Browser starten und nutzen, ohne dass man auf die WebSite gehen muss. Das ist natürlich nur für den reinen, eigenen Privatgebrauch zulässig und funktioniert problemlos.
mit freundlichen Grüssen
Gian
Über eine Kopie an meine EMAIL wäre ich dann sehr erfreut.
Danke im voraus und Gruß aus Berlin
Hans
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Hallo
Hier kannst Du Dir Karl's LED-Rechner - mit seiner Genhmigung natürlich - herunter laden:
http://www.moba-tipps.de/zuege.html#LED
Viele Grüße
Friedel Weber
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Hallo nochmals,
Ich habe jetzt soweit alles vorbereitet und die Belegtmelder den verschiedenen Abschnitten zugeteilt. Dabei ist mir noch eine frage aufgetaucht. Muss ich eigentlich bei Weichen auch eine Meldungsleitung für die Belegtmeldung von den LB100 Modulen weg anschließen? Ich habe eine kleine Zeichnung angehängt, wo das genauer dargestellt ist? Die Linke Seite der Schienen bei den Weichen liegen ja genauso zwischen 2 Trennstellen, und würden somit nicht mit Digitalstrom versorgt. Kann es dann aber eh nicht zu eventuellen Kurzschlüssen oder dergl. kommen, wenn die Weiche hin- und hergeschaltet wird? Oder wie wird das dort sonst gemacht?
Danke nochmals für eure Hilfe
Hans
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Hallo Hans,
Muss ich eigentlich bei Weichen auch eine Meldungsleitung für die Belegtmeldung von den LB100 Modulen weg anschließen?
Ja, da ist die beste ,sicherste und komfortabelste Lösung.
Sie haben keine Konflikte mit Kurzschlüssen etc. bei Weichen zu befürchten, da der sich kreuzende Teil der beiden Schnienen einer Weiche ("Herzstück") im Zweifelfall stromlos ist.
Metallische Herzstücke kann man auch "polarisieren", meint über einen Umschlater im Antrieb oder einen weicheninternem Umschalter (RoCo) je nach Stellung mit dem richtigen Leiter verbinden, damit auch das Herzstück und somit jeder Zentimenter der Weiche mit Strom versorgt wird, und folglich auch rückgemeldet wird.
Viele Grüße
Frank
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Hallo,
Metallische Herzstücke kann man auch "polarisieren", meint über einen Umschlater im Antrieb oder einen weicheninternem Umschalter (RoCo) je nach Stellung mit dem richtigen Leiter verbinden, damit auch das Herzstück und somit jeder Zentimenter der Weiche mit Strom versorgt wird, und folglich auch rückgemeldet wird.
Roco-Line o.B. Weichen haben leider keinen internen Umschalter - dieser ist im anschraubbaren oder Unterflurantrieb enthalten und kann mit dem den Weichen beigefügtem Kabel gesteckt werden (ich löte sie aber an, sicher ist sicher ;)). Bei den Trix-C Weichen ist der Umschalter in die Weiche eingebaut und die Herzstücke kann man mit einem Jumper (von PC's bekannt) polarisieren, soll die Weiche aber aufgeschnitten werden können, setzt man den Jumper um (mache ich aber nicht).
Ich spendiere jeder Weiche einen eigenen Rückmelder (Weiche und soviel dazu, dass im Gleisbild erkennbar wird, wenn ein Wagen oder eine Lok ins Profil ragt).
Damit die Weichen-Besetztanzeige nicht ausgeht beim überfahren mit langen Wagen (also keine Achse rückmeldet), habe ich die Rückmelder mit 2 Sekunden Verzögerung programmiert. So gibt es beim darüber fahren keine Besetztanzeigeunterbrüche. Ob das beim LB100 auch machbar ist, weiss ich nicht.
Wie Frank schon schreibt, Kurzschlüsse sind keine zu befürchten - ausser man schneidet eine polarisierte Weiche auf.
mit freundlichen Grüssen
Gian
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Hallo zusammen,
Damit die Weichen-Besetztanzeige nicht ausgeht beim überfahren mit langen Wagen (also keine Achse rückmeldet),
Auch bei langen Wagen mit fieser diagonaler Rückmeldung (vorderes Drehgestell greift links ab und hinteres Drehgestell greift rechts ab) bleibt auch im Falle des Überfahrens eines Trenners einer der befahrenen Abschnitte prinzipiell belegtgemeldet.
Da, wie Gian schrieb, nur stromführende Achsen (und ggf bei diagonaler Abnahme nur ein Teil davon) belegtmelden, haben viele Fahrzeuge ggf. einen grossen nicht gemeldeten (und somit von der Steuerung unberücksichtigten) "Überhang" bzgl dieser Achsen. Der von Gian zitierte lange Wagen bis zu 25cm. Drehgestell-Loks und Dampfloks auch manchmal bis über 15 cm.
Deswegen ist es im 2-Leiter-System nicht unbedingt ratsam, die Rückmeldeabschnitte zu kurz werden zu lassen.
30 cm bei H0 sind meineserachtens Pflicht, wenns geht, und vor allem da, wo im nicht einsehbaren Schattenbahnhof aus höherer Geschwindigkeit angehalten wird, schaffen 60 cm lange Halteabschnitte vom "Grenzzeichen" der Weiche gemessen, eine erhöhte Sicherheit und ausreichend "Headroom". Auch noch beim Einsatz von unterschiedlichen Fahrzeugen mit unterschiedlichen Bremsweglängen.
In Folge ist es aus meiner Sicht auch nicht ratsam, jede Weiche (da meist unter 30cm lang) separat zurückzumelden. Im Verein teilen wir deswegen Gleisharfen prinzipiell nur soweit in Abschnitte auf, das durch die Belegtmeldung bestimmter Abschnitte keine gleistechnisch möglichen Parallelfahrten blockiert werden.
In Fällen wie diesem (SchattenBf an eingleisiger Strecke) fassen wir deswegen auch alle Weichen der Harfe zu einem Abschnitt zusammen. Dem dabei im Gleisbild nicht ganz so offentsichtlich zu erkennenden Fahrwegverlauf, begegnen wir mit der Aussparung der Rückmeldung für die kurzen diagonalen Gleisbildsymbole im Gleisbild (RMK-Nr=0).
... habe ich die Rückmelder mit 2 Sekunden Verzögerung programmiert. So gibt es beim darüber fahren keine Besetztanzeigeunterbrüche. Ob das beim LB100 auch machbar ist, weiss ich nicht.
Die Verzögerung der Freimeldung kann an allen Lenz-Rückmeldern (also durchgängig seit der Erfindung von DCC) bis zu 2,5 Sekunden in Schritten von 10msec eingestellt werden. Wer Lenz-Rückmelder verwendet, sollte auch die Verzögerung (mindestens 0,5 sek.; CV11 .. CV18 =50; ab Werk beim LR101 eingestellt) einsetzen oder noch weiter erhöhen. Ohne entgeht dem schnellen RS-Bus kein noch so kurzer Hüpfer, was zu einer zwar unsichtbaren aber ggf. steuerungsrelevanten Freimeldung führen kann.
... soll die Weiche aber aufgeschnitten werden können ... (mache ich aber nicht).
Sehe ich auch so. Der mögliche Kurzschluss bei polarisierten Weichen ist im Automatikbetrieb ein Feature und kein Makel und sollte möglichst auch genutzt werden.
Kommt es zu einer (z.B. durch eine Fehlschaltung einer Weiche) bedingten Falschfahrt in ein falsches Gleis, so endet diese fast immer und spätestens an der nächsten "aufgeschnittenen" Weiche. Dank Kurzschluss. Bei 3-Leiter-System gäbe es keinen Kurzschluss, aber die Züge würden dann ungebremst weiterfahren, vermutlich auf einen anderen Zug :(. Aus meiner Sicht ist der durch Polarisierung ermöglichte Kurzschluss eine tolles Feature "Nothalt bei Falschfahrten" :D, das ich auf keinen Fall missen möchte. So gerüstet kann man sich aus meiner Erfahrung sämtliche Überlegungen zu Schutzschaltungen gegen Falschfahrten im 2-Leiter Betrieb sparen.
Viele Grüße
Frank
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Hallo Frank,
Die Verzögerung der Freimeldung kann an allen Lenz-Rückmeldern (also durchgängig seit der Erfindung von DCC) bis zu 2,5 Sekunden in Schritten von 10msec eingestellt werden. Wer Lenz-Rückmelder verwendet, sollte auch die Verzögerung (mindestens 0,5 sek.; CV11 .. CV18 =50; ab Werk beim LR101 eingestellt) einsetzen oder noch weiter erhöhen. Ohne entgeht dem schnellen RS-Bus kein noch so kurzer Hüpfer, was zu einer zwar unsichtbaren aber ggf. steuerungsrelevanten Freimeldung führen kann.
Danke für die Info - wieder etwas über den Gartenzaun gesehen gelernt.
Sehe ich auch so. Der mögliche Kurzschluss bei polarisierten Weichen ist im Automatikbetrieb ein Feature und kein Makel und sollte möglichst auch genutzt werden.
Kommt es zu einer (z.B. durch eine Fehlschaltung einer Weiche) bedingten Falschfahrt in ein falsches Gleis, so endet diese fast immer und spätestens an der nächsten "aufgeschnittenen" Weiche. Dank Kurzschluss.
Nur verlassen würde ich mich auf dieses "Feature" nicht unbedingt ;), vor allem wenn die Gleise wie bei mir über PTC's versorgt werden, kann diese Sicherung je nach Geschwindigkeit auch unwirksam sein (mehr als ein leichtes Ruckeln gibt es dann nicht). Im Bahnhofbereich, wo die Züge aber meist sehr langsam fahren, wirkt es aber schon. Solche Situationen entstehen bei mir aber nur, wenn ich selber die Funktion des Lokführers und Fahrdienstleiters gleichzeitig wahrnehme. Schaltet WDP über Fahrstrassen die Weichen, ist mir das noch nie passiert, weil ich mindestens in den letzten 20 Jahren noch nie eine nichtschaltende Weiche hatte.
mit freundlichen Grüssen
Gian
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Hallo Frank,
habe bei mir im Sbf (nutzbare Gleislänge je 4,5m) die Stoppkontakte mit 50 cm gemacht
(hatte aber mehrmals gelesen
und gehört 2 Schienen ca. 36 cm reichen gut).
Nach Probefahrten mit verschiedenen Loks habe ich auch festgestellt
60 cm für den Stoppkontakt wäre komfortabler und sicherer, wie Du schreibst.
Bei Neubau und genügend Platz kann ich aus eigener Erfahrung die 60 cm Halteabschnitte
= Stoppkontakte auch nur weiterempfehlen :) :)
Viele Grüße
Peter.
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Hallo,
60 cm für einen Stoppkontakt?? Nix für ungut, wenn 60 cm auf einer H0-Anlage wirklich notwendig sind, dann stimmt da was nicht. Wahrscheinlich fehlt der Bremskontakt (bzw. es wird nicht genug abgebremst) oder die Fahreigenschaften der Loks sind nicht ordentlich eingestellt. Ich habe in meinem neuen SBHF hinter den 30 cm langen Stoppkontakten noch einen kurzen Sicherheitskontakt. Wird der Stopp-Kontakt überfahren, wird der gesamte SBHF stromlos geschaltet. Angesprochen hat diese Sicherheitsfunktion aber bisher noch nie.
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...In Fällen wie diesem (SchattenBf an eingleisiger Strecke) fassen wir deswegen auch alle Weichen der Harfe zu einem Abschnitt zusammen. Dem dabei im Gleisbild nicht ganz so offentsichtlich zu erkennenden Fahrwegverlauf, begegnen wir mit der Aussparung der Rückmeldung für die kurzen diagonalen Gleisbildsymbole im Gleisbild (RMK-Nr=0).
Hallo Frank,
wie ist das zu verstehen?
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Hallo Horst,
anbei ein kleine Zeichnung asu dem Editor.
Den Effekt sieht man erst im Wirkbetrieb (nicht in der Simu). Die rot umrandeten Diagonalen werden dabei nicht mehr belegt gezeigt, wodurch der gestellte Fahrweg während der Belegtsituation etwas stärker hervortritt.
Viele Grüße
Frank
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Hallo Gian, Frank,
Was mir jetzt bei der Rückmelder-Verdrahtung noch aufgefallen ist: Wenn ich auf "Noch-Nicht-Rückgemeldeten" Gleisen die Gleisspannung zwischen linker und rechter Schiene messe, habe ich einen Wert von ca. 25,7 V (? habe mein Messgerät auf 200 mV eingestellt, sind das dann 25,7 Volt?) und dort, wo ich die Gleise getrennt habe und auf den LB100 angeschlossen habe, da habe ich einen Wert von 57,4 V, also das doppelte! Habe ich da was falsch gemacht oder ist das normal? Sind 57,4 V eigentlich nicht scho "gefährlich" wenn Kinder draufgreifen????
Danke für Eure immer tollen Erklärungen!!
Hans
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Hallo Hans,
ich vermute erst mal, Dein Messgerät kann keinen hochfrequenten Wechselstrom richtig messen.
Diese Werte sind wahrscheinlich falsch. Sie sind viel viel zu hoch. schlimmstenfalls sind das kurze Spitzenwerte am "Antenneneffekt" aber ich vermute es liegt am Messegrerät .Das Lenz System regelt die Boosterspannung auf den von Dir eingestellten Wert.
Wenn es ein Antenneneffekt wäre, ist er wahrscheinlich bei Last (Lok fährt oder 10 Ohm) auf dem Gleis behoben. Wenn nicht, müsste man schlimmstenfalls den Boosterbereich verkleinern oder ein RC-Glied setzen.
Das Messgerät ist auf jeden Fall Wechselstrom = AC einzustellen . Allzu preiswerte Messgeräte können das nicht oder nur an 50 Hz und nicht an DCC. Erst teurere Messgeräte zeigen richtige Effektivwerte auch bei steilen Rechtecken (wie beim Lenz-Booster) an.
Viele Grüße
Frank
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Hallo Frank,
Danke für die Erklärung. Ich habe so ein Multimessgerät von Conrad (Voltcraft FT-21) und ich habe auf Gleichstrom gemessen. Habe das ganze jetzt auf Wechselstrom umgestellt und über die komplette Anlage fast konstant 15,4 Volt. Als ich zuvor noch auf Gleichstrom gemessen habe, war es genau so, wie du geschrieben hast: Sobald eine Lok draufsteht zeigt das Gerät 25,7 Volt an, wenn die Lok weg ist wieder 57,4 Volt.
Besten Dank nochmals.
Hans
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Hallo Hans,
vielen Dank für die Info,
und nicht nur Ihr Messgerät ist prima.
Viele Grüße
Frank
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Hallo,
Ich hab jetzt noch ein kleines Problem, wo ich nicht draufkomm! Ich habe das Ganze jetzt so verdrahtet wie im angehängten Bild (Lila sind meine Leitungen zu den jeweiligen Rückmeldern). Alles läuft prima, bis auf die Weichen, die ich so wie die 524'er angeschlossen habe. Sobald eine Lok darüberfährt, wird die Belegung korrekt angezeigt. Stelle ich die Lok aber ab (Geschwindigkeit = 0), ist die Belegtmeldung weg. Wenn die Lok halb auf 524 und halb auf 523 steht, und die Lok fährt, werden beide Teile korrekt als belegt angezeigt. Stelle ich die Lok ab, sind beide Anzeigen weg. Stelle ich die Lok aber auf 523 alleine ab, wird auch nach dem Abstellen alles korrekt als Belegt weiterhin angezeigt. Als Weichen habe ich Fleischmann Profigleis.
Ich habe mir schon überlegt, ob es eigentlich nicht besser wäre sozusagen den jetzigen 524'er-Bereich gar nicht auf eine Rückmeldung zu hängen, sondern direkt auf den normalen Digitalstrom (auf den muss ich ihn ja dann hängen, weil ja der 524er Bereich ansonsten durch die Trennung bei 516, 520, 523,525 und 529 "stromlos" wäre), denn Rückmeldung brauche ich ja dort bei den Weichen eigentlich eh keine, oder gäbe es da eine sinnvolle Konstellation, die ich als Unwissender derzeit übersehe?
Dann habe ich noch eine 2. Frage zur Länge der einzelnen Rückmeldebereiche. Hier geistern irgendwie diese ca. 30 cm. herum. Ich habe das jetzt einmal so ungefähr gemacht, aber es ist jetzt so, dass beim Bremskontakt die Loks alle schön abbremsen und dann, sobald sie in den Stopkontakt hineinkommen, wird die Geschwindigkeit auf Null gestellt, und die Loks stehen innerhalb von ca. 10 - 12 cm. Das heißt jetzt, da sind noch 20 cm frei bis z.B. vorne zur Weiche, und andererseits steht die Lok mit den hinteren Rädern noch auf dem Bremskontakt, und der wird ja dann nicht freigegeben. Kann ich das irgendwie besser machen? Oder brauche ich wirklich so lange Stoppkontakte? Meiner Ansicht nach könnten die ziemlich kurz sein?
Jetzt sehe ich, wie gut es ist, sich als Beginner zuerst eine kleine Testanlage zu bauen, um daran alles zu lernen!
Danke nochmals für Eure Hilfen!
Hans
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Hallo Hans,
bei mir ist es so, das bei einen langen Zug bis 5 RMK's besetzt sind, wenn sie zb. in Sbhf stehen...
Wenn Deine Lok jetzt nach 10-12cm stehenbleibt und es dir zu früh ist, könntest Du den Zug
schneller fahren lassen oder langsamer abbremsen lassen um weiter Richtung Zielsignal zu fahren...
Aber jetzt nochmal zu Deiner Frage:
Der Stopkontakt kann sicher kürzer sein, wenn Du die FS entsprechend anpasst... aber ein längerer
Stopkontakt ist auch irgendwo Sicherheit...
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Hallo Hans,
Ich hab jetzt noch ein kleines Problem, wo ich nicht draufkomm! Ich habe das Ganze jetzt so verdrahtet wie im angehängten Bild (Lila sind meine Leitungen zu den jeweiligen Rückmeldern). Alles läuft prima, bis auf die Weichen, die ich so wie die 524'er angeschlossen habe. Sobald eine Lok darüberfährt, wird die Belegung korrekt angezeigt. Stelle ich die Lok aber ab (Geschwindigkeit = 0), ist die Belegtmeldung weg. Wenn die Lok halb auf 524 und halb auf 523 steht, und die Lok fährt, werden beide Teile korrekt als belegt angezeigt. Stelle ich die Lok ab, sind beide Anzeigen weg. Stelle ich die Lok aber auf 523 alleine ab, wird auch nach dem Abstellen alles korrekt als Belegt weiterhin angezeigt. Als Weichen habe ich Fleischmann Profigleis.
Ich vermute die Lok zieht den im Stand sehr niedrigen Strom aus beiden Gleissabschnitten (523 und 524). Deswegen sollte mann die Lok immer vollständig in den Halteabschnit einfahren lassen. Ich würde deswegen nun die Bremsverzögerung der Lok so hoch prammieren, das sie beim Halten immer noch vollständig in den Halteabschnitt einfährt.
Alternativ kann man auch den Stromverbrauch der Lok im Stand durch Einlöten eines 5k-Ohm Widerstandes möglichst in jedes Drehgestell erhöhen, oder empfindlichere Belegtmelder verwenden.
Ich habe mir schon überlegt, ob es eigentlich nicht besser wäre sozusagen den jetzigen 524'er-Bereich gar nicht auf eine Rückmeldung zu hängen, sondern direkt auf den normalen Digitalstrom (auf den muss ich ihn ja dann hängen, weil ja der 524er Bereich ansonsten durch die Trennung bei 516, 520, 523,525 und 529 "stromlos" wäre), denn Rückmeldung brauche ich ja dort bei den Weichen eigentlich eh keine, oder gäbe es da eine sinnvolle Konstellation, die ich als Unwissender derzeit übersehe?
Lassen sie das besser. Die Belegtmelder verursachen einen Spannungsabfall. wenn Sie halb mit Belegtmeldung und halb ohne Fahren, könnte das Spannungsunterschiede beim Überfahren der Trennstellen mit sich bringen. Manche Decoder reagieren darauf. Ausserdem ist eine vollständige Belegtmeldung bei 2-Leiter Fahren sicherer für den späteren Betrieb.
Dann habe ich noch eine 2. Frage zur Länge der einzelnen Rückmeldebereiche. Hier geistern irgendwie diese ca. 30 cm. herum. Ich habe das jetzt einmal so ungefähr gemacht, aber es ist jetzt so, dass beim Bremskontakt die Loks alle schön abbremsen und dann, sobald sie in den Stopkontakt hineinkommen, wird die Geschwindigkeit auf Null gestellt, und die Loks stehen innerhalb von ca. 10 - 12 cm. Das heißt jetzt, da sind noch 20 cm frei bis z.B. vorne zur Weiche, und andererseits steht die Lok mit den hinteren Rädern noch auf dem Bremskontakt, und der wird ja dann nicht freigegeben. Kann ich das irgendwie besser machen? Oder brauche ich wirklich so lange Stoppkontakte? Meiner Ansicht nach könnten die ziemlich kurz sein?
Sie können sowohl 30cm kurze als auch 60 cm lange Halteabschnitte einplanen. Lange Abschnitte verhalten sich auf jeden Fall toleranter. Aus oben genanntem Grund sollten Sie die Fahrstrassen in Windigipet so erstellen , das die Loks vollständig in den Halteabschnitt einfahren.
Die spätere Anlage betreffend empfehle ich folgende Strategie: Stellen sie Ihre Loks so ein, das sie aus Fahrstufe 8 am handregler einen Bremsweg von 30cm haben. Da wo sie zügig fahren wollen (Schattenbahnhof, Blockstellen) Fahren Sie im Bremsabschnitt mit Fahrstufe 8 (~30-40 km/h; 25% bei Windigipet) und Bremsen sicher und satt in den Haltabschnitt ein. Wollen sie nun fast die ganzen 60 cm auf für den Zug nutzen, so könen Sie bei gegebener Toleranz (+/- 6 cm) das durch entsprechendes Feintuning der Bremsverzögerung im Decoder auch nachträglich noch erreichen.
Da wo Sie rangieren wollen, wenig Platz haben, und genaue Haltepunkte benötigen, fahren sie bereits im Bremsabschnitt mit Fahrstufe 2 bis 4 (10 km/h, 10% bei Windigiept). Dann Hält der Zug sehr genau am Anfang des Halteabschnitts. Notweniges Feintung können Sie - falls überhaupt nötig - später noch mit Windigipet Profilen erreichen.
Wichtig ist, da Sie sich erst mal auf konstante Werte für die Länge der Halteabschnitte und die Langsamfahrgeschwindigkeit vor dem Halteabschnitt festlegen. Evtl. wie oben empfohlen 2 verschiedene fürs Fahren und fürs Rangieren. Das hängt von der späteren Anlage ab.
Noch ein Tip: Die Einfahrt von 523 in den Bahnhof ist so wie Sie die RMK aufgeteilt haben, nicht gleichzeitig zur Ausfahrt vom oberen Gleis über 524 nach links möglich. Deswegen hätte ich hier die unterste 524er Weiche an den 523er Rückmeldekontakt gelegt, um diese gleistechnisch mögliche Parallelfahrt auch im gesicherten Fahrstrassenbetrieb nutzen zu können.
Jetzt sehe ich, wie gut es ist, sich als Beginner zuerst eine kleine Testanlage zu bauen, um daran alles zu lernen!
Auch hier eine weise Entscheidung! ;D
Viele Grüße
Frank