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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Stefan Kirner am 04. März 2008, 16:06:42
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Hallo Forum,
da ich im BW K-Gleise einsetze stellt sich nun die Frage wo man am besten die Schnitte zur Auftrennung der einzelnen RMK Abschnitte vornimmt bzw. wie die Trennstelle z.B. mit Kleber mechanisch stabil gehalten wird.
Könnt Ihr mir hierzu ein paar Tipps geben?
Danke und Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
im Prinzip kannst Du an jeder Stelle im K-Gleis eine Trennung vornehmen. Z.B. kannst Du an einem Schienenstoß den Schienenverbinder entfernen und durch einen Kunstoffverbinder (Fleischmann) ersetzen. Andere Trennstellen kannst Du, wie Du schon geschrieben hast, mit einem Kleber (z.B. UHU-Hart) verschließen, nutzt auch der Stabilität. Nur mit dem Anlöten von Drähten ist es etwas schwieriger. Am besten gelingt das am Schienenverbinder. Im Gleis geht es nur mit einer Löthilfe, Lötöl, Löthonig etc. Ansonsten bist Du m.E. beim K-Gleis etwas flexibler als mit dem C-Gleis.
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Hallo Stefan,
Ich habe auch alles mit K-Gleisen (flex) gemacht. Bei den Flexgleisen ist immer im Wechsel links-rechts das Schwellenband unterbrochen. Am besten an solch einer Stelle trennen. Wenn das nicht geht oder an den normalen Gleisstücken einfach vorsichtig die Schiene durchtrennen ohne die Schwelle darunter zu beschädigen. Wenn du deine Trennstellen so legst, das du immer einen Gleisverbinder in dem Abschnitt hast, kannst du ganz einfach den Draht für den Rückmelder an diesem anlöten. Ansonsten müßtest du einen Verbinder über die Schiene schieben, da sich das Schienenmaterial nicht oder nur mit speziellem Lötöl löten läßt.
Im sichtbaren Bereich habe ich einen Fleischmann Isolierverbinder in die Trennstelle eingebaut. In nicht sichtbaren Bereichen einfach außen an die Trennstelle zweikomponenten Kleber anbringen und über die Schwellen laufen lassen damit sich nichts mehr bewegt.. Ich arbeite immer mit "Stabilit Express". Ist nach 20 min. ausgehärtet.
Gruß Ralf
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Hallo in die Runde,
Ich hätte da noch eine Zusatzfrage: Wenn man ein Flexgleis in der Kurve trennen muss, dann macht die Schiene nach dem Schnitt einen Zack nach aussen. Und das mehr oder weniger - je nachdem ob und ggf. wie viel man das Flexgleis vor der Montage vorgebogen hat.
Hält die Schiene ihren Bogen auch nach dem Schnitt, wenn man vorher die Schnittstelle mit einem Klacks Uhu-Hart fixiert, dann (nach dem Aushärten) den Schnitt vornimmt und hinterher auf der Schieneninnenseite die Klebmasse wieder entfernt und die Schnittstelle mit Kleber ausfüllt?
Wie macht Ihr das?
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Ich hätte da noch eine Zusatzfrage: Wenn man ein Flexgleis in der Kurve trennen muss, dann macht die Schiene nach dem Schnitt einen Zack nach aussen. Und das mehr oder weniger - je nachdem ob und ggf. wie viel man das Flexgleis vor der Montage vorgebogen hat.
Hallo Christof,
schlage vor dem Trennen des Gleises an der Außenseite einen Drahtstift ein und trenne das Gleis nahe zum Schienenstoß.
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Sehe ich das richtig, daß ich wenn ich die Trenstelle (Dremmel) irgendwo im Gleis mache, das Gleis mit Kleber sicher muß?
Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
mann muß nicht sichern- mann kann bzw. es dient der Sicherheit.
Wenn Du einen Trennschnitt setzt hast Du einen relativ breiten Abstand dieser kann mit Kleber (2K-Kleber oder Heißkleber ) egalisiert werden.
Ich habe einige meiner K-Gleise mit HK-Keber gesichert. Nach dem beiarbeiten fällt er gar nicht auf. ;) ;) ;)
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Moin, moin Stefan,
die Flexgleise haben das Bedürfnis in einer Biegung nach außen zu driften. Ein kleiner "Klecks, Stabilit Express" an der Außenseite der Schienen würde Abhilfe schaffen. Der "Klecks" darf aber auch nicht zu klein sein.
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Hallo Stefan,
Sehe ich das richtig, daß ich wenn ich die Trenstelle (Dremmel) irgendwo im Gleis mache, das Gleis mit Kleber sicher muß?
Ob man das muss, weiss ich nicht ;). Ich mache es jedenfalls seit jeher auch in der Geraden mit Sekundenkleber, so dass das Schienenprofil vor dem Schnitt links und rechts vom Schnitt fest in je 2 Schienenhalterungen der Schwellen klebt. Das hat auch den Vorteil, dass die Schienen bei einer kleinen Temperaturänderung einander zu nahe kommen und die Trennstelle aufgehoben wird. Das hat sich nun schonseit längerer zeit bestens bewährt, wobei mein MOBA-Keller in etwa immer die gleiche Temperatur hat. Ich habe soeben wieder 3 Trennstellen nach dieser Methode gemacht und die Gleise an Melder angeschlossen. Den Schienenspalt fülle ich nachträglich noch mit UHU-Extra Kleber (weil ich von diesem eine Tube habe) und nach dem trocknen schneide ich allfällige Überschüsse mit einem scharfen Messer weg.
Trennstellen mache ich in Flexgleiskurven nur, wenn es unbedingt nötig ist. Auch Isolierverbinder sind da nicht die ideale Lösung, weil meistens zu weich. Der Tipp mit der Nagelfixierung vor dem Schnitt (inkl. Sekundenkleber) ist jedenfalls sehr gut, wenn es nicht ohne Trennstelle in der Kurve geht.
herzliche Grüsse
Gian
Die beiden Bilder (frische Schnellschüsse vor 4 Minuten) zeigen den Schnitt vor der weiteren Bearbeitung (UHU-"Fugen"-Kleber, Schwellenfinish usw.). Die Schnitte mache ich immer schräg, so fallen auch keine Räder in den Schlitz ;).
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Hallo Gian
Sehr schön die beiden Fotos, natürlich auch die Vorschläge von Dir.
Wenn es noch sicherer sein sollte, dann die letzten Gleisschwellen vor,
bzw. an den gemachten Stößen dünn durchbohren und mit gestauchten
Drahtstiften festnageln. Damit man anschließend die schmalen Nägelköpfe
nicht so leicht entdeckt, diese mit entsprechender Schwellenfarbe tarnen.
Natürlich müssen vorher, wie Gian schon vorschlug, die Schienen an den Schwellen
mit Sekundenkleber, falls nötig verfestigt worden sein.
Dietmar
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Hallo Stefan,
wir haben unsere Gleise ebenfalls nach den bereits geschilderten Methoden geteilt. Da, wo es möglich war, haben wir Fleischmannkunststoffschienenverbinder verbaut. Den Unterschied sieht man kaum. Unsere Weichenfelder wurden nach Workshop 8 rückmeldefähig gebaut. Hier haben sich die Kunststoffschienenverbinder ebenfalls bestens bewährt.
An den Stellen (Flexgleisen etc.), wo diese einfache Lösung nicht ging, musste der gute Dremel ran. Hier ist drauf zu achten, dass die Schiene wirklich durch ist. Vorhandene Grade müssen weg, da diese u.U. einen Kontakt herstellen können (Erfahrungen eines Samstag nachmittags). Dies sollte, wenn möglich, alles beim ersten Schnitt passieren. Muss man nochmals schneiden bzw. korrigieren, bekommt man ganz selten die gleiche Trennscheibenposition hin. Folge: Die Trennung wird größer und sieht nicht mehr ganz so schön aus; Wenn die Trennscheibe verkantet an eine bestehende Trennung angesetzt wird, schläg der Dremel zurück, wenn man ihn net richtig im Griff hat. Nicht zu unterschätzen sind auch die kleinen Späne, die sich überall da ansammeln, wo sie nicht dürfen.
Die Trennstellen haben wir mit Kleber befestigt. Hält.
Anbei noch Bilder von beiden Varianten aus unserem SBH-Bereich.
MfG René
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Hallo René, hallo Gian,
bei Eueren Trennstellen ist mir aufgefallen, daß Ihr den Sägeschnitt schräg vorgenommen habt. Bei Gian wurde dadurch auch die eine Schwelle mit angesägt. Warum macht Ihr einen schrägen Schnitt? Ich habe bisher immer den Schnitt rechtwinklig zum Gleis gemacht. Die Lücke habe ich auch mit einem Kleber verschlossen.
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Hallo Peter,
der schräge Schnitt soll verhindern dass die Räder in das Schnittloch fallen.
Ich halte das auch für eine gute Idee. Das Verschließen kann mann ja zur Sicherheit noch machen.
:D :D :D
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Hallo,
hier im Beitrag ist immer wieder die Rede von einem Kleber, mit dem man die Schnittstellen im Gleise verschließen.
Welcher Kleber wird verwandt und welchen Tipp kann man zur Anwendung des Klebers geben?
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Hallo Heiz,
ich verwende z.B. Heißkleber. Es gibt aber z.B. auch 2Komponentenkleber Stabilit Express z.B.
Du kannst aber auch andere nehmen. :D :D
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...dass die Räder in das Schnittloch fallen.
Hallo Reinhold,
das leuchtet ein, aber dann fehlt das typische Klacken am Schienenstoß!!! Aber dafür gibt es ja jetzt auch entsprechende Geräuschdecoder.
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Hallo Heinz,
das geht auch mit UHU Extra Kleber
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Hallo,
wenn überhaupt nehme ich Stabilit. Ich habe auch mal eine Tube "Uhu Hart" gekauft, weil der Kleber hier öfter mal genannt wurde. Tropft aber "wie Sau" und braucht ewig bis er hart ist. Da die Tube schon älter ist, ist jetzt aber die ganze Tube hart.
War wohl nicht ganz zu... :o
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Hallo Peter,
Bei Gian wurde dadurch auch die eine Schwelle mit angesägt.
Das ist bei diesem "Schwellenschnitt" kein Problem, da die abgebildete Trennstelle "tief im Hintergrund" ist, d.h. man sieht sie eigentlich nie. Im Bahnhofsbereich muss man natürlich etwas sorgfältiger arbeiten ;).
Warum macht Ihr einen schrägen Schnitt?.
Weil das Rollmaterial etwas weniger laut darüber fährt. Im übrigen liebe ich aber die Geräusche der Schienenstösse sehr, erinnern sie mich doch immer wieder an meine Reise mit der Transsib :).
herzliche Grüsse aus dem frisch verschneiten Zürcher Oberland, wo ich heute Nachmittag auf etwas über 1000 m.ü.M. zu tun hatte (Bild unten)
Gian
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Hallo Gian, Reinhold, Peter und alle, die hier schon beigetragen haben.
Das mit dem schrägen Schnitt leuchtet mir ein. Ich möchte aber zu bedenken geben, dass bei einem solchen schrägen Schnitt die Gefahr besteht, dass durch Temperatureinflüsse (insbesondere Wärme) sich die Flanken leicht gegeneinander verschieben können und dadurch sich möglicherweise auch Entgleisungen ergeben können sowie eine Überbrückung der Trennstelle denkbar ist. Ich werde deshalb weiterhin bei der Trennung quer zur Fahrtrichtung bleiben. Allerdings sorge ich auch dafür, dass die Trennstelle vollständig ausgefüllt wird, so dass ein "Hineinfallen" der Räder vermieden wird. Damit entfällt auch das Klacken am Schienenstoss. Verfüllt wird die Trennstelle mit einem Hartkleber und einem kleinen Stückchen eines Plastikrestes. Als Hartkleber habe ich im Augenblick Greven Hart, der relativ zügig aushärtet. Das Plastikstückchen verwende ich, weil ich schon festgestellt habe, dass durch sommerliche Temperaturen (bin halt im Dachboden zugang) die Längenausdehnung der Flexgleise doch spürbar ist und schon zu Überbrückungen geführt hat, weil die Ausdehnungskraft der Schienen größer war als der Widerstand des Klebereintrags. Also bette ich das Plastikstückchen in die Klebermasse so ein, dass die Schienen sicher auf Abstand gehalten werden. Ist das Ganze durchgetrocknet, wird mit scharfem Messer und feiner Feile die Trennstelle versäubert, wobei ich aus Sicherheitsgründen auf der Außenseite einen größeren Tropfen Klebermasse stehen lasse. Im Sichtbereich werde ich dann solche "unschönen" Stellen durch Schotter und Farbgebung (Schienenrostfarbe) "vertuschen".