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Win-Digipet - deutsche Foren => Win-Digipet allgemein => Thema gestartet von: Konrad Schwarzjirg am 07. Juni 2009, 08:54:55

Titel: Fehlertoleranzen bei V Messung
Beitrag von: Konrad Schwarzjirg am 07. Juni 2009, 08:54:55
Hallo Freunde!

Ich habe mir überlegt wie sich Messfehler auf die gemessenen Geschwindigkeiten auswirken.

Ausgegangen bin ich von dem Gesetzt  s=v*t    Weg ist Geschwindigkeit * Zeit.

-->  v=s/t   [cm/s]          Maßstab 1:87      -->    v=s*87/t   [cm/s]
-->  v=s*0,87/s   [m/s]    m/s->km/h *3,6  -->    v=3,132*s/t    [km/h]

s in [cm];     t in [sec];     a=3,132  oder bei anderen Maßstäben  a=M*3,6/100
-->  v= s*a/t    [km/h]

Der Prozentuelle Fehler von 2 Werten ist immer die Differenz dividiert durch den Ausgangswert:


1. Fehler durch ungenaues Abmessen der Streckenlänge:

v0=s*a/t         = theoretisch genauer Wert
vx= (s+x)*a/t  = Strecke  s   weicht um x cm von der tatsächlichen Länge ab

Differenz = vx-v0  = (s+x)*a/t - s/t =... =  x*a/t

Fehler= Differenz/v0   =...= x/s

Prozentueller Fehler = x/s   d.h  wenn man sich bei einer Länge von 150cm um 1 cm vermessen habt ist der Fehler 1/150*100 %  = 0,6%


2. Fehler durch Verzögerung der Messzeit  (druch unsauberen Auslösekontakt, oder kurzes Hängen bleiben bei langsamen Fahrstufen).

v0=a*s/t         = theoretisch genauer Wert
vy=a*s/(t+y)   = Die Zeit t weicht um y Sekunden ab

Differenz = v0-vy= a*s/t - a*s/(t+y)=...= y*a*s/(t*(t+y))

Fehler = Diffenrenz/v0 = ...= y/(t+y)

Prozentueller Fehler = y/(t+y) d.h  wenn bei einer theoretischen Durchfahrtszeit von 4 sec die Lok 0,3 sec länger braucht ist der Fehler
0,3/4,3*100 %  = 6,97%

Ich hoffen niemanden verwirrt zu haben, das ganze spielt natürlich nicht so eine große Rolle, ist aber denoch einen Gedanken wert.