Autor Thema: Lok Einmessmethoden  (Gelesen 4245 mal)

Offline Snow

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Lok Einmessmethoden
« am: 03. Mai 2016, 17:16:54 »
Hallo hier ins Forum...

Folgendes: In Win-Digipet müssen die Loks ja eingemessen werden. Hier gibt es ja verschiedene Methoden wie man dies machen kann.

Ich wollte mir nun einen Rollenprüfstand oder das µCon-Railspeed besorgen. Eine Messstrecke lässt sich auf meiner Anlage nicht wirklich umsetzen und eine Externe ist auch ehr schwer.

Hat vielleicht jemand einen Rollenprüfstand oder den µCon-Railspeed?
Wie seit Ihr dann damit zufrieden?

Zum Rollenprüfstand:
Was benötigt man dafür alles? Wie viele Rollböcke habt ihr?

Zum µCon-Railspeed:
Wie viel Platz braucht dieser (also Vorlaufstrecke + Messstrecke + Nachlaufstrecke)? Am schönsten wäre hier die Info für Spur N...

Danke schon mal.
Grüße
Steffen
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Offline Stefan Lersch

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #1 am: 03. Mai 2016, 18:03:36 »
Hallo Steffen,

ich habe zwar weder noch, aber ich habe folgende Infos von Anderen gesammelt: ein Rollenprüfstand ist für N fast ungeeignet, da die Loks zu leicht sind. Das Messergebnis ist dann falsch, weil der Taktgeber nicht richtig mitgenommen wird. Das uCon funktioniert prinzipiell mit N, aber hier sind die Loks teilweise zu klein und werden nicht erfasst.

Mein Wissensstand ist schon etwas älter, hat mich aber als N-Bahner bestärkt, bei der Messstrecke zu bleiben. Eventuell hat sich hier aber auch schon etwas in der Zwischenzeit geändert. Wenn nicht, bleibt dir vielleicht ja noch die Möglichkeit, eine Messstrecke unabhängig von der Anlage zu bauen.
Viele Grüße,
Stefan
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Offline Norbert Kuhn

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #2 am: 03. Mai 2016, 18:07:11 »
Hallo Steffen,

ich besitze beides, allerdings fahre ich HO.  Der Rollenprüfstand ist von Marion Zeller. Mit diesem Teil hatte ich bei kleineren Loks (Köf, BR 89, usw.) immer wieder Probleme, dass das Messrad stehen geblieben ist. Oder das Messrad war verschmutz und lieferte so falsche Werte.
Darauf hin habe ich mir den µCon Railspeed gekauft mit Mini Manager. Hier hatte ich Probleme bei der Installation, da eine Nas Festplatte im Netzwerk in die Suppe spuckte. Dieses Problem konnte durch eine zweite Netzwerkkarte (10€) gelöst werden. Den Tipp hatte mir seiner Zeit der Beta Tester Bernd Senger gegeben. Aber seit dem läuft das Teil sehr gut. Bei den Messungen werden auch der Rollwiderstand usw. berücksichtigt, was bei einem Rollenprüfstand nicht so ist. Meine Messstrecke in HO ist ca. vier Meter lang. In Spur N habe ich leider keine Erfahrungen.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Taubertal

Norbert Kuhn
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Offline Jürgen R

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #3 am: 03. Mai 2016, 18:20:23 »
Hallo Steffen,
Ich habe als N-Bahner den Railspeed und bin damit sehr zufrieden. Allerdings habe ich ihn etwas abgedunkelt auf einer Strecke, die ich gute einsehen kann, montiert. Dann kommt auch kein Streulicht in die Messung.
Ich hatte vorher auch mit dem Rollenprüfstand von Zeller probiert, aber wegen der Mitnahme nur Schwierigkeiten.
Viele Grüße
Jürgen
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Offline Bernd Senger

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #4 am: 03. Mai 2016, 18:27:43 »
Hallo Steffen,
also ich habe Alles getestet und das in Spur N und kann die Aussagen von Norbert nur unterstreichen. Die Erfahrung aus dritter Hand von Stefan habe ich persönlich noch nicht gemacht. Ich besitze den Railspeed und bin hoch zufriede damit. Ist vielleicht eine Frage der Justage. Auc habe ich au der ggü. liegenden Seite der Lichtschranke ein Stück dunkle Pappe gesetzt, damit die Optik nicht ins Leere schaut.
Der Vor- bzw Auslauf ist nicht dramatisch, bei maximaler Geschwindigkeit im schlimmsten Fall so ca 60 cm. kommt drauf an was du noch an Nachlaufzeit einstellst und ggf auf die Länge der Loks bzw des Triebzuges. Die Messstrecke ist die Länge des Gerätes (ca. 10cm). Auch der zeitliche Aufwand hätsich im Rahmen eine Vollmessung ist in einigen Minuten erledigt.
Ich kann das Teil ohne einschränkungen empfehlen. Ob nun Mini- oder den grossen Manager komt drauf an ob du auch noch anderer komponenten von denen einsetzen willst. Ich habe inzwischen auch noch Booster im Bus zu laufen. Machen sich gut.
Viele Grüße vom Rand Berlins
Bernd Senger
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Offline Stefan Lersch

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #5 am: 03. Mai 2016, 18:50:38 »
Hallo zusammen,

das klingt doch gut! Echte Erfahrungen sind eben doch besser als Hörensagen. :-)
Viele Grüße,
Stefan
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Offline Sven Spiegelhauer

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #6 am: 03. Mai 2016, 18:54:12 »
Hallo Steffen,

ich könnte den gleichen Leidensweg wie Bernd hier schreiben. Spare ich mir aber. Kurz und knapp. Für Spur-N keinen Rollenprüfstand, aber dafür den µCon-Railspeed. Wichtig ist nur der Hinweis von Bernd, den µCon-Railspeed nicht in die Ferne schauen zu lassen. Auf der anderen Gleisseite sollte eine Begrenzung stehen. Wird glaube ich auch von LS-Digital selbst empfohlen.
Viele Grüße aus dem schönen Land Brandenburg
Sven
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Offline Webold

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #7 am: 04. Mai 2016, 10:59:05 »
Hallo zusammen,

ich beschäftige mich auch gerade mit einer eventeullen Anschaffung des Railspeed zum Einmessen der Loks. Ich hätte da aber mal eine Frage zu der Ausführung von Norbert. Er schreibt, dass seine Messtrecke ungefähr 4 Meter lang ist. Ist denn tatsächlich solch eine Länge erforderlich, oder ist die Messgenauigkeit auch bei kürzeren Strecken in akzeptablem Rahmen?

Vorab schonmal vielen Dank für eure Antworten.

Gruß
Andreas
Viele Grüße aus Oldenburg.

Andreas Weber

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Offline Helmut Kreis

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #8 am: 04. Mai 2016, 11:19:59 »
Hallo Andreas,

die eigentlich Meßstrecke ist immer 10cm. Aber die Lok braucht auch noch einen Auslauf- bzw. Beschleunigungsweg. Es sollte also sichergestellt sein, dass die Lok die maximalgeschwindigkeit vor der Meßstrecke erreichen kann und auch nach den 10cm auch wieder zum Stehen kommen kann. Da von dem Standort dann wieder beschleunigt werden muß. sind beide Seiten gleich lang.
Schaltet man im Decoder die Beschleunigungen in CV3 und CV4 für die Messung auf 0, können es auch mal einige dm weniger sein. Aber 3-4m sind schon realistisch. Dafür muss die Strecke aber nicht unbedingt gerade sein. Der Auslauf kann auch in einer Kurve liegen.
Gruß
Helmut
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Offline Webold

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #9 am: 04. Mai 2016, 11:52:37 »
Hallo Helmut,

vielen Dank für deine Erläuterungen. Dann ist das für mich jetzt auch klar geworden.


Viele Grüße aus Oldenburg.

Andreas Weber

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Offline Sven Spiegelhauer

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #10 am: 04. Mai 2016, 12:47:20 »
Hallo Andreas,

bedenke bei der Länge der Strecke, das Du eventuell auch mal lange Triebwagen einmessen willst. Man muß dann nicht extra Zerlegen und die Messung wird genauer, da unter Last gemessen wird.
Viele Grüße aus dem schönen Land Brandenburg
Sven
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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #11 am: 04. Mai 2016, 15:16:53 »
Moin Sven,

das ist noch mal ein guter Hinweis.

Vielen Dank!
Viele Grüße aus Oldenburg.

Andreas Weber

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Offline Commandelicious

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #12 am: 05. Mai 2016, 19:34:44 »
Moin Steffen,

ich bin von dem µCon-Railspeed sehr begeistert. Das legt einfach los, und man kann es einfach an eine freie Strecke bauen und es läuft.
Bei mir läuft es gerade zwar so gar nicht aber das ist zu 99% wohl meine eigene Schuld.

Den größten Vorteil den ich sehe ist, dass man die Lok einfach via programm losfaheren lässt und man währenddessen anderes tun kann.

Gruß
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Offline Norbert Kuhn

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #13 am: 05. Mai 2016, 20:01:26 »
Hallo Andreas,
ich habe am Rand meiner Anlage eine separate Messstrecke aufgebaut. Diese nutze ich auch für das programmieren der Lok's, einfahren der Lok's, usw.. Für das einfahren der Lokomotiven habe ich mir in WDP eine ZFA erstellt.
Ansonsten verhält es sich so wie Helmut schreibt. Die eigentliche Messstrecke ist nur 10cm lang.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Taubertal

Norbert Kuhn
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Offline Webold

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Re: Lok Einmessmethoden
« Antwort #14 am: 06. Mai 2016, 09:17:39 »
Moin Norbert,

über eine separate Messtrecke denke ich auch immer wieder nach. Gerade für die von dir genannten Zwecke macht das durchaus Sinn, wie ich finde. Mal sehen wie sich das umsetzen lässt. Bin ja noch in der Planung.
Viele Grüße aus Oldenburg.

Andreas Weber

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